2. März 2023

Frau «SPI-Qualität» tritt in den Ruhestand

Ende April wird Marianne Anceaux in den wohlverdienten Ruhestand treten. 16 Jahre lang war sie am SPI tätig und während dieser Zeit eine sehr geschätzte Mitarbeiterin, die stets ihr Bestes gab, um die gestellten Anforderungen zu erfüllen. Vor ihrem Austritt haben wir ihr einige Fragen gestellt.

16 Jahre im Dienst

Marianne Anceaux wurde 2007 als Direktionssekretärin eingestellt und übte diese Funktion unter vier Direktoren und zwei Ad-Interim-Direktoren aus. Mit ihrer Dreisprachigkeit (Französisch, Deutsch und Italienisch) konnte sie insbesondere bei der Protokollierung von Sitzungen nationaler Kommissionen sowie beim Bedienen der Telefonzentrale des SPI überzeugen. Im Jahr 2010 wurde Marianne Anceaux die Kontaktperson für die Koordination der internationalen Kurse mit den verschiedenen Partnerorganisationen (CEPOL, AEPC, BKA etc.). 2016 trat sie die Stelle als Mitarbeiterin für die Qualitätssicherung an und übernahm 2019 die Verantwortung für diesen Bereich. Neben der Verwaltung der ISO-Normen (9001 und 21001) nahm Frau Anceaux als Qualitätssicherungsbeauftragte des SPI an den Sitzungen der verschiedenen nationalen Prüfungskommissionen teil. In dieser Funktion war sie sehr aktiv an der Durchführung der Qualitätsaudits für den eidgenössischen Fachausweis Polizistin / Polizist sowie für die Zertifizierung der polizeilichen Sicherheitsassistenten/-innen beteiligt.

Hut ab!

Marianne Anceaux war stets wissbegierig und bildete sich weiter. Besonders bemerkenswert ist, dass sie neben ihrer beruflichen Tätigkeit im Alter von 54 Jahren einen Bachelor in Betriebsökonomie erwarb. Hut ab!

Ihr Engagement und ihre Loyalität, aber auch ihre Freundlichkeit, Ruhe und Diskretion machten Frau Anceaux zu einer Vertrauensperson, auf die man sich verlassen konnte. Ihre Kolleginnen und Kollegen werden ihr stets offenes Ohr zweifellos vermissen.

Die Geschäftsleitung dankt Marianne Anceaux herzlich für ihren jahrelangen unermüdlichen Einsatz im Dienst des SPI und der schweizerischen Polizeiausbildung. Wir wünschen ihr für die Zukunft alles Gute und viel Freude in ihrem neuen Lebensabschnitt.

Ein kurzes Interview vor dem Abschied

Was hat dir in den 16 Jahren am SPI besonders gut gefallen?

Marianne Anceaux (MA): Als ich im November 2007 in einem 80-Prozent-Pensum eingestellt wurde, schätzte ich es sehr, dass meinem Wunsch, den Freitag frei zu haben, entsprochen wurde. Ich hatte nämlich zwei Monate zuvor auf eigene Kosten ein Bachelorstudium in Betriebsökonomie an der HEG in Neuchâtel begonnen. Nach meinem Bachelorabschluss wurde mir die Möglichkeit geboten, mich um den Qualitätsbereich zu kümmern und diesen weiter auszubauen. Die zwischenmenschliche Seite ist dabei ein Aspekt, der mich bei der Arbeit besonders motiviert hat.

Und was erschien dir eher schwierig?

MA: Die Coronazeit war schwierig, da ich neben dem Qualitätsmanagement an zwei Tagen in der Woche die Telefonzentrale und die Post übernehmen musste. Es galt, die stetig wachsenden Aufgaben im Direktionssekretariat mit den Anforderungen des Qualitätsbereichs in Einklang zu bringen.

Wenn du die wichtigsten Momente deiner beruflichen Laufbahn am SPI zusammenfassen müsstest, welche wären das?

MA: An erster Stelle stünde meine Ernennung zur Qualitätsverantwortlichen. Auch den verstorbenen Reto Habermacher, damals Direktor des SPI, werde ich in sehr guter Erinnerung behalten. Er hat mir Vertrauen geschenkt, mich während der Jahresgespräche ermutigt und mir selbstständiges Arbeiten ermöglicht.

Hast du schon Pläne für die Zukunft?

MA: Nach meinem Bachelorabschluss hatte ich mich, da es keinen berufsbegleitenden Masterstudiengang gab, für ein von der Universität Dijon angebotenes Fernstudium in moderner Literatur entschieden. Nach einem Jahr brach ich das Studium ab, da die geforderte persönliche Arbeit zu umfangreich war. Nun werde ich meine Ausbildung im Bereich Literatur wieder aufnehmen können und meine Freizeit der Kultur, der Kunst und dem Besuch von Ausstellungen in ganz Europa widmen. Und natürlich werde ich mehr Zeit für meine Familie und vor allem für meine vier Enkelkinder haben.

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